Mieterstromgesetz bringt Schwung in die Energie- und Wohnungswirtschaft

Chancen für neue Geschäftsmodelle bei Immobilienbesitzern, Energieversorgern und Verteilnetzbetreibern

Das Mieterstromgesetz, das am 7. Juli 2017 im Bundesrat verabschiedet wurde, zielt darauf ab, den Ausbau von Photovoltaikanlagen zu stärken und Mieterstrommodelle attraktiver zu machen. Bisher sind vor allem Eigenheimbesitzer mit Photovoltaikanlagen in den Genuss von EEG-Förderungen wie Einspeisevergütung oder Marktprämie gekommen. Über den neu eingeführten „Mieterstromzuschlag“ sollen zukünftig auch Mieter profitieren. Damit wird nicht nur der ins Netz eingespeiste Strom über das EEG gefördert, sondern auch der an Letztverbraucher in einem Wohngebäude verteilte Strom einer Photovoltaik- oder BHKW-Anlage.

Bisherige Hemmnisse und Nachteile von Mieterstrommodellen

Der große Erfolg von Mieterstrommodellen ist bisher ausgeblieben. Die Ursachen sind vielseitig. Einer der wesentlichen Nachteile war die bislang geringe Wirtschaftlichkeit aufgrund fehlender EEG-Förderung. Im Vergleich zum Endkundenstrompreis sind die Vertriebs- und Beschaffungskosten von Mieterstrom höher. Dies kann durch die im Rahmen des Mieterstroms erzielten Kostenvorteile – beispielsweise durch den Wegfall von Netzentgelten – meist nicht kompensiert werden. Zudem sind Mieterstrommodelle durch regulatorische und technologische Rahmenbedingungen sehr komplex und führen damit zu Unsicherheiten bei der Umsetzung (z. B. Gewerbesteuerkürzung). Auch die Anzahl der teilnehmenden Mieter ist ein nicht zu verachtendes Unsicherheitskriterium.

Vorteile von Mieterstrommodellen

Trotz der oben genannten Hemmnisse gibt es ebenso Gründe, warum sich Mieterstrommodelle für Akteure aus der Wohnungs- oder Energiewirtschaft lohnen können. Schließlich profitieren Mieter durch den Wegfall von Kostenbestandteilen wie Netzentgelten oder netzseitigen Umlagen von einem günstigeren Strompreis und werden gleichzeitig unabhängig vom Endkundenstrompreis.

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