Rekommunalisierung als Chance?!

Mehr regionale Verantwortung, der Gewinn zusätzlicher Finanzmittel für den kommunalen Haushalt oder erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten bei der Umsetzung „grüner“ Energieversorgungskonzepte:
Die Gründe für Rekommunalisierungsvorhaben sind vielfältig. Sicher ist, dass der Netzbetrieb für Städte und Gemeinden ein lukratives Geschäftsfeld darstellt – allerdings nur, wenn die damit einhergehenden IT- und Marktprozesse reibungslos vonstatten gehen. Hinsichtlich der Umsetzung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die jedoch spezifische Vor- und Nachteile bergen.
 
Viele kommunale Unternehmen erfahren aktuell am eigenen Leib, was es heißt, Verantwortung für ein Energieversorgungsnetz zu übernehmen. Denn Rekommunalisierung setzt voraus, dass man als Anbieter entsprechender
Leistungen die einschlägigen Marktprozesse der Versorgungsbranche beherrscht. Hier lauern entscheidende Kostenfaktoren,
die es – neben den Investitionen in die reine Netzinfrastruktur – zu berücksichtigen gilt. So müssen die neuen Marktakteure zum Stichtag der Betriebsübernahme mit zahlreichen Systemen aufwarten, die die einschlägigen Abläufe passgenau unterstützen. Gerade integrierte Versorger, die im Zuge der Liberalisierung gefordert sind, IT-Landschaften für Netz
und Vertrieb getrennt und somit doppelt vorzuhalten, sollten den zugrunde liegenden Aufwand im Detail hinterfragen und vor dem Hintergrund der Gewinnerwartung durch Netzentgelte realistisch bewerten. Im Zuge dessen kommt es nicht zuletzt darauf an, unterschiedliche Umsetzungsoptionen zu prüfen und dabei die mit der Konzessionsübernahme avisierten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.[...]
 
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