Stabilisierung der Netzfrequenz- Herausforderungen, Richtlinien und Ansätze

Für die Stabilität des europäischen Verbundnetzes und damit für die Versorgungssicherheit der Verbraucher ist eine einheitliche Netzfrequenz eine wichtige Voraussetzung. Sie beträgt in Europa 50 Hertz(HZ). Da die Leistungen eines Energienetzes keine elektrische Leistung speichern können, wird die Netzfrequenz nur durch das Einhalten eines Gleichgewichts zwischen Energieerzeugung und Energieverbrauch stabilisiert. Ist die Erzeugung im Vergleich zum Verbrauch zu hoch, steigt die Frequenz, ist sie zu niedrig, fällt sie. Eine Abweichung vom vom Gleichgewicht hat demnach immer auch Auswirkungen auf die Netzfrequenz.

Ausgangssituation
Die Energieerzeugung folgt unablässig ihrer Nachfrage und muss zur Stabilisierung der Netzfrequenz permanent und sehr schnell angepasst werden (siehe Abbildung 1). Gleichzeitig sind technische Restriktionen wie Leitungskapazitäten oder  Kraftwerksparameter einzuhaltende Nebenbedingungen. Darüber hinaus müssen getroffene Anpassungsmaßnahmen natürlich immer auch unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll sein. Dieses System des permanenten Ausgleichs gilt als  technisch sehr komplex. Prognosen zur Erzeugung bzw. Nachfrage treten niemals exakt ein. Da kontinuierlich auf die Abweichungen reagiert und entsprechend angepasst werden muss, kommt es ständig zu leichten Schwankungen der Netzfrequenz. Diese werden von den Übertragungsnetzbetreibern, u. a. durch den Einsatz von Regelenergie, ausgeglichen. Die aktuelle Netzfrequenz und der Einsatz von Regelenergie kann jederzeit live unter www.netzfrequenz.info beobachtet werden.[...]

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